Marroni und Marronimann in einem

Im Moment komme ich mir so vor: Ich bin das Marroni, also das Produkt, aber gleichzeitig auch der Marronimann der es verkaufen muss. Ich kann Ihnen sagen, das ist wie ein Spagat machen zu müssen, dabei aber die beine nicht spreizen dürfen. Beinahe unmöglich.

 

Für viele Leute wirkt es oftmals selbstverliebt, wenn man als Darsteller einer Theaterproduktion für diese wirbt, als gäbe es nicht Wichtigeres auf dieser Welt. JA! ES GIBT GERADE NICHTS WICHTIGERES!!!

Als freier Theatermensch ist man davon abhängig, wie die aktuelle Produktion läuft. Man MUSS sie zum Laufen bringen. Tickets müssen sich verkaufen, denn sonst kann die Miete nicht gestemmt werden. Als Produzent, Verantwortlicher und Darsteller zugleich ist man in dauernder "Marktschreier"-Pose unterwegs. Auf allen sozialen (oder auch asozialen) Medien ist man omnipräsent und hat allen immer wieder die gleichen Informationen um die Ohren.

 

Ob es hilft? Das wird man dann erst sehen, wenn der letzte Vorhang gefallen ist. Ich hoffe, dass das Marroni geschmeckt hat und der Marronimann zufrieden den Feierabendgeniessen kann...

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